Nahrungsergänzungsmittel Glossar: 20 Begriffe erklärt

Nahrungsergänzungsmittel Glossar: 20 Begriffe erklärt

Hinweis: Dieses Glossar erklärt Fachbegriffe rund um Nahrungsergänzungsmittel zu Informationszwecken. Die Inhalte stellen keine Heilversprechen und keine Rechtsberatung dar und ersetzen nicht den Rat eines Arztes. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an medizinisches Fachpersonal.

Das Wichtigste in Kürze

Frage Kurzfassung
Wichtigste Abkürzung auf dem Etikett NRV – gibt an, wie viel Prozent des täglichen Referenzwerts eine Portion abdeckt (nur bei Vitaminen und Mineralstoffen).
Was ist ein CoA? Ein Analysezertifikat, das die Laborwerte einer konkreten Produktionscharge dokumentiert.
Was regelt die HCVO? Welche gesundheitsbezogenen Aussagen über Lebensmittel gemacht werden dürfen – und welche nicht.
Häufigstes Missverständnis „Hochdosiert" ist kein definierter Begriff und sagt für sich genommen nichts über Qualität aus.
Was bedeutet DEV? Droge-Extrakt-Verhältnis – wie viel Ausgangsmaterial für eine Einheit Extrakt verwendet wurde.

Schnellübersicht: alle 20 Begriffe

Begriff In einem Satz
NEM Nahrungsergänzungsmittel – rechtlich ein Lebensmittel, kein Arzneimittel
NemV Deutsche Verordnung, die Definition und Pflichtangaben für NEM regelt
HCVO EU-Verordnung über zulässige gesundheitsbezogene Aussagen
BVL Bundesamt, bei dem jedes NEM angezeigt werden muss
Novel Food Neuartiges Lebensmittel, das vor dem Verkauf in der EU zugelassen werden muss
Verzehrempfehlung Vom Hersteller angegebene Menge pro Tag
NRV Nährstoffbezugswert – Prozentangabe des Tagesreferenzwerts
Zutatenliste Alle Bestandteile in absteigender Reihenfolge nach Menge
MHD Mindesthaltbarkeitsdatum – kein Verfallsdatum
Chargennummer Kennung einer Produktionseinheit, Grundlage der Rückverfolgbarkeit
CoA Certificate of Analysis – Analysezertifikat einer Charge
GMP Good Manufacturing Practice – Regelwerk für Produktionsabläufe
HACCP Pflicht-Konzept zur Kontrolle kritischer Punkte in der Lebensmittelproduktion
ISO 22000 Freiwillige Norm für Lebensmittelsicherheits-Managementsysteme
Laborgeprüft Kein geschützter Begriff – entscheidend ist, wer was geprüft hat
Darreichungsform Kapsel, Tablette, Pulver, Tropfen, Harz
HPMC Pflanzliches Kapselmaterial aus Cellulose, Alternative zu Gelatine
Trennmittel Hilfsstoff, der das Verkleben von Pulver in der Produktion verhindert
DEV Droge-Extrakt-Verhältnis – Menge Ausgangsmaterial pro Einheit Extrakt
Standardisierung Einstellung eines Extrakts auf einen festen Gehalt eines Bestandteils

Inhaltsverzeichnis

Recht & Regulierung

1. Nahrungsergänzungsmittel (NEM)

Ein Lebensmittel, das dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen. NEM enthalten Nährstoffe oder andere Stoffe in konzentrierter Form und werden in dosierter Form abgegeben – als Kapsel, Tablette, Pulver oder Flüssigkeit. Rechtlich sind sie Lebensmittel, keine Arzneimittel.

Praktisch: Aus dem Rechtsstatus folgt alles Weitere – NEM durchlaufen kein Zulassungsverfahren wie Medikamente und dürfen keine Heilversprechen tragen. Grundlagen dazu im Einsteiger-Guide.

2. NemV (Nahrungsergänzungsmittelverordnung)

Die deutsche Verordnung, die festlegt, was ein Nahrungsergänzungsmittel ist, welche Angaben verpflichtend auf die Verpackung gehören und dass jedes Produkt vor dem Inverkehrbringen angezeigt werden muss.

Praktisch: Die Pflichthinweise „Kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung", „Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren" und der Hinweis, die empfohlene Tagesdosis nicht zu überschreiten, stammen aus § 4 NemV.

3. HCVO (Health-Claims-Verordnung, EG Nr. 1924/2006)

Die EU-Verordnung, die regelt, welche nährwert- und gesundheitsbezogenen Aussagen über Lebensmittel zulässig sind. Erlaubt sind nur Aussagen, die auf einer offiziellen EU-Liste stehen und für den jeweiligen Stoff zugelassen wurden.

Praktisch: Für viele pflanzliche Stoffe gibt es keine zugelassenen Health Claims. Ein Hersteller darf dann nichts über eine gesundheitliche Bedeutung sagen – auch dann nicht, wenn Forschung existiert. Wer trotzdem wirbt, verstößt gegen geltendes Recht. Mehr dazu: Mythen im Faktencheck.

4. BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)

Die Behörde, bei der jedes in Deutschland vertriebene Nahrungsergänzungsmittel angezeigt werden muss. Die Anzeige erfolgt durch den verantwortlichen Lebensmittelunternehmer.

Praktisch: Eine Anzeige ist keine Zulassung und kein Qualitätssiegel. Sie bedeutet lediglich, dass die Behörde von dem Produkt weiß. Die inhaltliche Prüfung übernehmen die Landesbehörden im Rahmen der Lebensmittelüberwachung.

5. Novel Food (Neuartiges Lebensmittel)

Ein Lebensmittel oder eine Zutat, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet wurde. Solche Produkte brauchen nach der EU-Verordnung 2015/2283 eine Zulassung, bevor sie verkauft werden dürfen.

Praktisch: Der Novel-Food-Status ist einer der häufigsten Gründe, warum ein Produkt in den USA erhältlich ist, in der EU aber nicht. Bei Bestellungen aus Drittländern ist das ein realer Stolperstein – siehe NEM online kaufen.

Etikett & Deklaration

6. Verzehrempfehlung

Die vom Hersteller angegebene Menge, die pro Tag verzehrt werden soll – zum Beispiel „2 Kapseln täglich mit ausreichend Flüssigkeit". Sie ist eine Pflichtangabe nach NemV.

Praktisch: Die Verzehrempfehlung ist die Bezugsgröße für alle Mengenangaben auf dem Etikett und die Grundlage jedes ehrlichen Preisvergleichs. Ohne sie lässt sich weder Gehalt noch Preis pro Tag berechnen.

7. NRV (Nährstoffbezugswert, engl. Nutrient Reference Value)

Ein EU-weit festgelegter Referenzwert für die tägliche Zufuhr eines Vitamins oder Mineralstoffs. Auf dem Etikett steht meist der Prozentanteil, den eine Tagesportion dieses Referenzwerts abdeckt.

Praktisch: NRV-Werte gibt es nur für Vitamine und Mineralstoffe. Für Pflanzenextrakte, Enzyme oder Aminosäuren existieren keine – deshalb steht dort ein Strich oder der Hinweis „kein Referenzwert vorhanden". Das ist kein Mangel des Produkts, sondern schlicht eine Lücke in der Verordnung.

8. Zutatenliste

Die vollständige Auflistung aller Bestandteile eines Produkts in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils. Sie umfasst auch Kapselhülle, Trennmittel, Füllstoffe und Überzüge.

Praktisch: Je weiter vorne ein Stoff steht, desto mehr ist davon enthalten. Wenn der beworbene Hauptbestandteil erst an vierter Stelle nach drei Füllstoffen auftaucht, sagt das mehr als jede Produktbeschreibung. Ausführlich: Etikett richtig lesen.

9. MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum)

Das Datum, bis zu dem der Hersteller bei sachgerechter Lagerung die spezifischen Eigenschaften des Produkts garantiert – etwa den deklarierten Gehalt eines Bestandteils. Es ist ausdrücklich kein Verbrauchsdatum.

Praktisch: Das MHD gilt nur unter den angegebenen Lagerbedingungen. Eine Dose, die einen Sommer im Auto verbracht hat, ist vor dem MHD nicht mehr zwingend so, wie sie deklariert wurde. Siehe NEM richtig lagern.

10. Chargennummer (Batch, Lot)

Eine Kennung, die eine bestimmte Produktionseinheit eindeutig identifiziert. Sie ist die Grundlage der Rückverfolgbarkeit und Voraussetzung für gezielte Rückrufe.

Praktisch: Die Chargennummer ist der Schlüssel zum passenden Analysezertifikat. Wer bei einem Hersteller ein CoA anfragt, sollte die Chargennummer der eigenen Dose angeben – ein allgemeines Zertifikat ohne Chargenbezug hat wenig Aussagekraft.

Qualität & Prüfung

11. CoA (Certificate of Analysis)

Ein Analysezertifikat, das die im Labor gemessenen Werte einer konkreten Produktionscharge dokumentiert – typischerweise Gehalt der deklarierten Bestandteile, mikrobiologische Werte und Schwermetallbelastung.

Praktisch: Achte auf drei Dinge: Bezieht sich das CoA auf eine konkrete Charge? Wurde es von einem unabhängigen Labor erstellt? Und wie aktuell ist es? Ein CoA ohne Chargennummer und Datum ist wenig wert.

12. GMP (Good Manufacturing Practice)

Ein Regelwerk für standardisierte, dokumentierte Produktionsabläufe. Ursprünglich aus der Arzneimittelherstellung, wird es auch im Lebensmittelbereich angewendet.

Praktisch: Im NEM-Bereich ist GMP keine gesetzliche Pflicht, sondern eine freiwillige Selbstverpflichtung. Entscheidend ist, ob eine unabhängige Stelle zertifiziert hat oder ob der Hersteller lediglich angibt, „nach GMP-Standards" zu produzieren. Details: Qualitätssiegel erklärt.

13. HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points)

Ein systematisches Konzept zur Identifikation und Kontrolle kritischer Punkte in der Lebensmittelproduktion. In der EU ist es für Lebensmittelunternehmen nach VO (EG) 852/2004 verpflichtend.

Praktisch: Weil HACCP Pflicht ist, ist die Aussage „nach HACCP produziert" kein Alleinstellungsmerkmal – sie beschreibt die gesetzliche Mindestanforderung.

14. ISO 22000

Eine internationale Norm für Managementsysteme im Bereich Lebensmittelsicherheit. Sie kombiniert HACCP-Prinzipien mit einem übergreifenden Managementsystem und ist freiwillig.

Praktisch: Eine ISO-22000-Zertifizierung wird von einer akkreditierten Stelle vergeben und regelmäßig überprüft. Sie sagt etwas über die Prozesse eines Betriebs aus – nicht über die Zusammensetzung eines konkreten Produkts.

15. „Laborgeprüft"

Kein rechtlich geschützter Begriff. Die Formulierung sagt für sich genommen nicht, wer geprüft hat, worauf geprüft wurde und ob die Prüfung die vorliegende Charge betrifft.

Praktisch: Die sinnvolle Rückfrage lautet nicht „ist es laborgeprüft?", sondern „gibt es ein CoA zu meiner Chargennummer, und von welchem Labor stammt es?".

Zusammensetzung & Herstellung

16. Darreichungsform

Die physikalische Form, in der ein Produkt angeboten wird: Kapsel, Tablette, Pulver, Tropfen, Flüssigkeit oder Harz.

Praktisch: Die Darreichungsform beeinflusst vor allem die Alltagstauglichkeit – Dosierbarkeit, Aufwand, Transport. Vergleich der Formen: Kapseln vs. Pulver.

17. HPMC (Hydroxypropylmethylcellulose)

Ein aus Cellulose gewonnenes pflanzliches Material, aus dem Kapselhüllen hergestellt werden. Es ist die gängigste vegane Alternative zu Gelatinekapseln, die aus tierischem Kollagen bestehen.

Praktisch: Wenn auf der Zutatenliste „Kapselhülle: Hydroxypropylmethylcellulose" steht, ist das Produkt an dieser Stelle vegan. Steht dort „Gelatine", ist es das nicht. Die Angabe steht immer in der Zutatenliste, nicht in der Werbung.

18. Trennmittel und Füllstoffe

Technologische Hilfsstoffe. Trennmittel (z. B. Magnesiumsalze der Speisefettsäuren, Siliciumdioxid) verhindern, dass Pulver in der Abfüllanlage verklebt. Füllstoffe (z. B. mikrokristalline Cellulose) bringen eine Kapsel auf das nötige Volumen.

Praktisch: Ganz ohne Hilfsstoffe lässt sich industriell kaum abfüllen – ihre bloße Anwesenheit ist kein Qualitätsmangel. Aufschlussreich ist das Verhältnis: Wenn drei Füllstoffe vor dem eigentlichen Bestandteil in der Zutatenliste stehen, lohnt ein zweiter Blick.

19. DEV (Droge-Extrakt-Verhältnis)

Gibt an, wie viel getrocknetes Ausgangsmaterial für eine Gewichtseinheit Extrakt verwendet wurde. Ein DEV von 10:1 bedeutet: aus 10 kg Ausgangsmaterial entsteht 1 kg Extrakt.

Praktisch: „Droge" ist hier ein Fachbegriff für getrocknetes Pflanzenmaterial und hat nichts mit Rauschmitteln zu tun. Ein hohes DEV bedeutet Konzentration, aber nicht automatisch mehr von dem Bestandteil, der dich interessiert – dafür braucht es die Standardisierung.

20. Standardisierung

Ein Verfahren, bei dem ein Extrakt auf einen definierten Gehalt eines bestimmten Bestandteils eingestellt wird – etwa „standardisiert auf 20 % Gehalt".

Praktisch: Standardisierung ist der Grund, warum zwei Extrakte mit identischem DEV unterschiedlich viel des relevanten Bestandteils enthalten können. Ein standardisierter Extrakt macht Chargen untereinander vergleichbar – ohne Standardisierung schwankt der Gehalt naturgemäß.

3 Begriffe, die häufig falsch verwendet werden

Diese drei tauchen ständig in Produktbeschreibungen auf – meist mit einer Bedeutung, die sie gar nicht haben.

Begriff Was er tatsächlich bedeutet Warum er irreführt
Bioverfügbarkeit Fachbegriff aus der Pharmakologie: der Anteil eines aufgenommenen Stoffes, der unverändert in den Blutkreislauf gelangt Wird oft als Werbeaussage verwendet, ohne dass für das konkrete Produkt Messwerte vorliegen
Proprietary Blend Eine Mischung mehrerer Zutaten, bei der nur die Gesamtmenge, nicht aber die Einzelmengen angegeben werden Klingt nach Betriebsgeheimnis, verhindert aber jeden Vergleich – niemand weiß, wovon wie viel enthalten ist
„Hochdosiert" Kein definierter Begriff – es gibt keinen Schwellenwert, ab dem etwas so genannt werden darf Suggeriert einen Vorteil, ohne einen Bezugspunkt zu nennen. Aussagekräftig ist nur die Menge in mg pro Tagesdosis

2 produktspezifische Begriffe

FU (Aktivitätseinheiten)

Eine Maßeinheit, mit der die enzymatische Aktivität bestimmter Enzympräparate im Labor angegeben wird. Sie beschreibt eine im Labor gemessene Größe, nicht eine Menge in Milligramm.

Praktisch: Weil FU und mg zwei verschiedene Dinge messen, lassen sich Produkte nur vergleichen, wenn beide dieselbe Angabe machen. Steht bei einem Produkt nur die mg-Menge und beim anderen nur die FU-Zahl, ist ein direkter Vergleich nicht möglich. Kontext: Was ist Nattokinase? und Nattokinase kaufen.

Fulvinsäure

Eine Gruppe organischer Verbindungen, die durch den Abbau pflanzlichen Materials entsteht. Sie ist der mengenmäßig wichtigste Bestandteil von Shilajit; in Qualitätsprodukten liegt der Anteil typischerweise bei etwa 40 bis 60 Prozent.

Praktisch: Der angegebene Fulvinsäure-Gehalt ist die zentrale Vergleichsgröße bei Shilajit-Produkten. Angaben deutlich oberhalb dieser Spanne sollten misstrauisch machen. Ausführlich: Was ist Fulvinsäure?, Shilajit Inhaltsstoffe und Shilajit Qualität erkennen.

Häufige Fragen

Was bedeutet NRV auf dem Etikett?

NRV steht für Nährstoffbezugswert und gibt an, wie viel Prozent des EU-weit festgelegten Tagesreferenzwerts eine Portion abdeckt. NRV-Werte existieren nur für Vitamine und Mineralstoffe – bei Pflanzenextrakten, Enzymen oder Aminosäuren steht deshalb ein Strich.

Was ist ein CoA und warum ist es wichtig?

Ein Certificate of Analysis dokumentiert die Laborwerte einer konkreten Produktionscharge, etwa Gehalt, mikrobiologische Werte und Schwermetalle. Wichtig sind der Chargenbezug, ein unabhängiges Labor und das Prüfdatum.

Was ist der Unterschied zwischen GMP und HACCP?

HACCP ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Konzept zur Kontrolle kritischer Punkte in der Lebensmittelproduktion. GMP ist ein freiwilliges Regelwerk für standardisierte Produktionsabläufe. Weil HACCP Pflicht ist, ist der Hinweis darauf kein Qualitätsmerkmal.

Was bedeutet DEV 10:1?

Das Droge-Extrakt-Verhältnis 10:1 bedeutet, dass für ein Kilogramm Extrakt zehn Kilogramm getrocknetes Ausgangsmaterial verwendet wurden. „Droge" ist dabei ein Fachbegriff für getrocknetes Pflanzenmaterial.

Ist HPMC vegan?

Ja. HPMC (Hydroxypropylmethylcellulose) wird aus Cellulose gewonnen und ist die gängigste pflanzliche Alternative zu Gelatinekapseln. Die Angabe findest du in der Zutatenliste unter „Kapselhülle".

Sind Trennmittel und Füllstoffe bedenklich?

Sie sind zugelassene technologische Hilfsstoffe und ohne sie lässt sich industriell kaum abfüllen. Aufschlussreich ist nicht ihre Anwesenheit, sondern ihre Position in der Zutatenliste im Verhältnis zum eigentlichen Bestandteil.

Was bedeutet „hochdosiert" bei Nahrungsergänzungsmitteln?

Rechtlich nichts. Es gibt keinen definierten Schwellenwert, ab dem ein Produkt so bezeichnet werden darf. Aussagekräftig ist ausschließlich die Mengenangabe in Milligramm pro Tagesdosis.

Was ist Novel Food?

Ein Lebensmittel oder eine Zutat, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU nicht in nennenswertem Umfang verzehrt wurde. Solche Produkte benötigen nach EU-Verordnung 2015/2283 eine Zulassung, bevor sie in der EU verkauft werden dürfen.

Fazit: Die Sprache des Etiketts lesen können

Die meisten Abkürzungen auf einer NEM-Verpackung sind harmloser, als sie aussehen – sie stammen aus Verordnungen und Prüfnormen und haben klar definierte Bedeutungen. Problematisch sind eher die Begriffe ohne Definition: „hochdosiert", „laborgeprüft", „Proprietary Blend". Sie klingen nach Qualität und lassen sich nicht überprüfen.

Wer die 20 Begriffe aus diesem Glossar kennt, kann eine Produktseite in wenigen Minuten einordnen – und erkennt schnell, ob ein Anbieter Informationen liefert oder nur Eindruck macht.

Für die praktische Anwendung: Etikett richtig lesen und NEM online kaufen – worauf achten.

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Rechtlicher Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Die Erläuterungen zu rechtlichen Begriffen dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechtsberatung dar. Bei gesundheitlichen Fragen konsultiere bitte einen Arzt.

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